Über das Projekt

MIGRA – Förderung der Integration von Migrantinnen durch Beratung und Sensibilisierung

EU-Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger"      Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst

Dieses Projekt wird im Rahmen des EU-Programms "Europa für Bürgerinnen und Bürger (2007-2013), Aktion: Initiativen von Organisationen der Zivilgesellschaft" durchgeführt. Die Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst übernimmt die Kofinanzierung des Projekts.

Projektzeitraum

1.8.2009 – 30.7.2010

Projektkoordination

Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen
Stumpergasse 41-43/II/R3
A-1060 Wien
Tel: 0043-1-595 37 60
Fax: 0043-1-595 37 61
Kontakt: Rosemarie Ertl
e-mail: rosemarie.ertl@netzwerk-frauenberatung.at

Kurzbeschreibung des Projekts

Ziele

Ziel des Projekts MIGRA ist es, für die besonderen alltäglichen Anliegen und Probleme von Frauen mit Migrationshintergrund zu sensibilisieren. Themen wie Arbeitsrecht, Aufenhaltsrecht, Armut und Bildungsfragen stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit. Erfahrungen über erfolgreiche Maßnahmen und Projekte der einzelnen Partnerländer sollen ausgetauscht und neue Perspektiven eröffnet werden.

Im Projekt MIGRA werden vielfältige Netzwerke aus dem institutionellen und außerinstitutionellen Bereich genutzt, um eine starke Plattform zu bilden. NGOs, die auf jahrelange Erfahrung in der Beratung von Frauen mit Migrationshintergrund zurückgreifen kooperieren mit nationalen und kommunalen Einrichtungen, die zu gleichstellungspolitischen Themen arbeiten und mit Rechten von MigrantInnen befasst sind.

Durch ein vielseitiges Angebot an Veranstaltungen soll ein breites Spektrum von MultiplikatorInnen erreicht werden. In den Seminaren und Workshops werden die TeilnehmerInnen von ExpertInnen für Information und Beratung von Migrantinnen geschult; diese nutzen das neu erworbene Knowhow in ihrer Arbeit mit Klientinnen. Öffentlichkeitswirksame Maßnahmen des Projekts wie die Abschlusstagung haben zum Ziel, EU-weite und nationale Politiken und Einstellungen zu verbreiten, die Diskriminierung entgegenwirken und das Zusammenleben - als Wertegemeinschaft gesellschaftlicher Vielfalt - innerhalb eines Europas der Kulturen zu stärken.

AkteurInnen

In das Projekt MIGRA sind neben Österreich noch Partnerorganisationen aus weiteren 4 Staaten eingebunden – Italien, Slowakei, Tschechische Republik, Ungarn. Aus Österreich beteiligen sich neben der koordinierenden Stelle drei weitere Einrichtungen: Bundeskanzleramt:Österreich, Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst, Abteilung Migrantinnen. Anwaltschaft für die Gleichbehandlung ohne Unterschied der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder der Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Orientierung in der Arbeitswelt. Frauenbüro der Stadt Salzburg.

Durchführung

Das Projekt wird im Rahmen von vier Event-Typen durchgeführt:

  1. Ein Lehrgang mit sechs halbtägigen Workshops wird für MultiplikatorInnen, die in der Beratungsarbeit mit MigrantInnen tätig sind, angeboten. Die Workshops werden von erfahrenen Trainerinnen aus Migrantinnenberatungsstellen geleitet und decken folgende Inhalte ab: Einführung ins Fremdenrecht, Antidiskriminierung, Beratung/Psychotherapie mit Frauen mit Migrationshintergrund, Mentoring für politische Partizipation, Zwangsheirat, psychologische Beratung für lateinamerikanische Migrantinnen. Ort: Wien

  2. Fachspezifische Seminare werden von Frauenberatungsstellen in Zusammenarbeit mit Projektpartnerinnen aus dem institutionellen Bereich für MultiplikatorInnen in Wien, Niederösterreich und Salzburg angeboten. Inhaltlich geht es um die Vermittlung rechtlicher Grundlagen sowie um Beispiele aus der Praxis der Partnereinrichtungen.

  3. Transnationale Seminare finden mit lokalen ExpertInnen und internationalen TeilnehmerInnen in Bozen (I), Bratislava (SK) und Prag (Cz) statt. Es soll über Chancen, Anliegen und Probleme von Migrantinnen in den jeweiligen Ländern berichtet sowie ein Überblick über Beratungsangebote und Sensibilisierungsmaßnahmen geschaffen werden. Information und Praxisbeispiele aus den Arbeitsbereichen der internationalen TeilnehmerInnen fließen in die Diskussion mit ein.

  4. Eine Internationale Tagung in Wien mit Beiträgen der nationalen und transnationalen PartnerInnen und einer Präsentation der Projektergebnisse bildet den Abschluss des Projekts.